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Aufstellung der Druckperioden
Begrifflichkeiten
In der Druckerei wurden vier Einzelplatten für je einen Schalterbogen zu einer Druckform (Druckplatte) zusammengestellt. Um die Begriffe leichter unterscheidbar zu machen, werden in Zukunft die Bezeichnungen für Platte möglichst sauber unterschieden in Einzelplatte (Abkürzung Ep) und Druckplatte mit vier unterschiedlichen Einzelplatten (Abkürzung Dp). Die nacheinander folgenden Zeitabschnitte werden Druckperioden (Abkürzung DP) genannt. Das Ergebnis des Druckes ist der Druckbogen (bestehend aus vier Nutzen bzw. Schalterbögen), der zeitweise in Zähnungsbogen (Synonym Perforationsbogen) aufgeteilt wurde. Am Ende wurden daraus vier gleiche oder unterschiedliche Schalterbögen geschnitten, die in Packen zu 50 oder 100 in Bogentaschen verpackt wurden. Um ein Verrutschen innerhalb der Bogentaschen zu vermeiden, wurden die Schalterbögen mit einer Heftklammer am linken Rand zusammengeheftet und danach oben rechts mit Bleistift nummeriert.
Formnummern und Hausauftragsnummern gibt es bei dieser Ausgabe nicht. Manche Druckkontrollvermerke enthalten aber vierstellige Zahlen, die die gleiche Funktion erfüllen.
Druckperiode 1 (1948 bis 1949)
Papiere s und t. Der Beginn des Druckes und erste Auflagen bei allen Wertstufen , Folgeauflagen von häufiger gebrauchten Wertstufen, erste Druckkontrollvermerke
Druckplatte 001 12+02 / 60+06
Druckplatte 002 02+12 / 06+60
Druckplatte 003 08+08 / 16+16
Druckplatte 004 10+10 / 15+15
Druckplatte 005 25+30 / 20+40
Druckplatte 006 02+12 / 06+60
Druckplatte 007 50+24 / 84+80
Druckperiode 2 (1949 bis 1951)
Papier t, verschiedene andere Randleisten als RL1 und Vielzahl von Druckkontrollvermerken.
Bei den Feldmerkmalen erkennt man, dass neue Einzelplatten erstellt wurden, viele frühe Feldmerkmale sind verschwunden und neue Multiple Merkmale (2x im Bogen) tauchen auf
Druckperiode 3 (1951 bis 1952)
Papier u durch Wechsel der Bezugsquelle für das Papier und neuere Farben (Fanalfarben).
Druckperiode 3A:
Zwischenfarben: Bei vielen Wertstufen wird kurzzeitig eine neue Farbe verwendet, die noch nicht der entspricht, die später bis zum Ende des Druckes in der DWD verwendet wird. Papier hier meist sowohl t (seltene Varianten teurer Farben!) als auch u. Eine Besonderheit ist eine Papiervariante, bei der sehr unscharfe Drucke resultierten (212 FF4 (c), 214c, 215 FF5, 217d, 218c, 219b, 221b, 222a, 223c, 224 FF3, 226c, 227c)
Druckperiode 3B:
Bei vielen Wertstufen kam nach der Zwischenfarbe noch einmal eine Auflage mit der a-Farbe auf neuem, besseren Papier (212at, 213at, 214at/au, 215at... 227at/au)
Druckperiode 3C:
Die letzte Farbe in der DWD, nur noch Papier u, aber mit denselben Platten auch weiter mit Wz. 2 auf gewöhnlichem Papier, in Einzelfällen auch va.
Druckperiode 4 (1952 bis 1953)
Wechsel des Wasserzeichens von Kreuzblumen zu DDR und Posthorn
Druckperiode 5 (1953)
Wechsel der Druckerei von DWD zu GW